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By Matthias Dammert

Zwar gilt die Pflegeversicherung – zu Recht – als reformbedürftig, doch dabei steht eines nicht zur Diskussion: Die Leistungen der Pflegeversicherung sollen auch in Zukunft nicht mehr sein als ein Zubrot zum Leben mit Pflegebedürftigkeit: (Teil-)Leistungen zur Deckung von Teilbedarfen. Dies setzt wie selbstverständlich voraus, dass pflegende Angehörige auch künftig als der mit Abstand größte und preiswerteste Pflegedienst der kingdom zur Deckung der Bedarfs- und Versorgungslücke der Pflegeversicherung – irgendwie – funktionieren. Pflegende Angehörige sind die Kalkulationsbasis der Pflegeversicherung. Doch sind sie nicht auch das Kalkulationsrisiko der Pflegeversicherung? Der Autor stellt die Frage, ob die Konzeption der Pflegeversicherung nicht grundsätzlich neu zu verhandeln wäre – jenseits der aktuell diskutierten Reformschritte im bestehenden System.

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Darüber hinaus geht der Gesetzgeber aber auch davon aus, dass der Kostenvorteil bei der häuslichen (informellen) Pflege liegt. Denn bereits bei einem mittleren Grad an Pflegebedürftigkeit können auch ambulante Dienste erheblich teurer kommen als selbst eine stationäre Unterbringung in vergleichbarer Qualität und von ähnlichem Umfang (vgl. Runde et al. 1998:89). Damit erhält der Vorrang „ambulant vor stationär“ Programmcharakter und findet sich entsprechend sowohl bei der Begutachtung der Pflegebedürftigkeit und der häuslichen Pflegesituation wie auch im Leistungsrecht wieder, das eine ganze Reihe von Maßnahmen zur Stützung der häuslichen Pflege bereithält.

Und/oder deren Angehörige den Leistungskatalogen unterworfen, welche kartellartig die Kostentragenden und Dienstleistenden aushandeln. Dadurch werden aber die Wettbewerbsbedingungen über das Dienstleistungsangebot sowie die Dienstleistungsqualität auf genau das Maß eingegrenzt, welches zwischen Kassen und Pflegeeinrichtungen gerade noch refinanzierbar ist (vgl. Dietz 2002:155). Daran schließt sich unmittelbar der schon vertraute Widerspruch von Qualität und Budget an. Je mehr ein Dienst Pflegeversicherungsleistungen bspw.

Dietz 2001:167). Wie dem dritten und aktuellen Bericht zur Entwicklung der Pflegeversicherung der Bundesregierung zu entnehmen ist, nahmen von den insgesamt fast 2 Mio. Pflegebedürftigen gerade mal knapp 35 Tsd. die Angebote der Tages- Nacht- Urlaubs- und Kurzzeitpflege wahr (vgl. Bundesregierung 2004:225ff). Diese Angaben ergeben sich aus einem Vergleich der Daten aus dem „Ersten Bericht über die Entwicklung der Pflegeversicherung“ (vgl. Bundesregierung 1997) mit dem jüngsten Bericht (vgl. Bundesregierung 2004).

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